Website durchsuchen

Wünsche und Träume manifestieren

12.10.2014

In der spirituellen Tradition der Anden geht es vornehmlich darum, eine wechselseitige Beziehung mit dem Kosmos aufzubauen. Menschen können dabei lebendige Energie auf zwei unterschiedliche Art und Weisen bewegen:

1.) Mit Hilfe von despachos, (Zeremonien, in denen Mandalas geschaffen werden)
2.) Indem sie schwere Energie an Pachamama (Kosmische Mutter) geben, um sie zu füttern. Dieses erwidert das, indem sie ihre leichte Energie zurück gibt

Diese Vorgehensweise scheint ein Auslöser für eine bestimmte Art von Magie, für etwas Größeres, zu sein. Mit den drei Grundübungen der Tradition Saminchakuy, Saywachakuy und Jucha Mijui beginnen wir einen bedeutungsvollen Austausch mit dem großen Ganzen. Und dadurch eröffnen wir die Möglichkeit, eine Verbindung mit etwas herzustellen, was man auch als „Momentum mit dem Kosmos“ bezeichnen könnte.

In Einklang mit dem großen Ganzen

Dabei handelt es sich nicht um etwas Rationales, sondern um eine Wahrnehmung, die es uns ermöglicht, ein intuitives Gefühl hinsichtlich der Tendenzen und Eigenschaften von Vorgängen, eine ungefähre Ahnung davon zu erhalten, wie oder mit wem wir „zusammen fließen“ können.

Wir können dies nicht nur nutzen, um beispielsweise einen Partner, einen Job oder eine Wohnung zu finden, sondern auch, um ein besseres Gefühl für unser Verhältnis zu anderen zu erhalten. Wir können dadurch erkennen, wie die Dinge wirklich sind oder wie Menschen wirklich „ticken“. Dadurch können unsere Beziehungen zu ihnen eine ganz andere Tiefe und Qualität bekommen. 

Man geht heute davon aus, dass Menschen drei unterschiedliche Umgebungen haben:

1.) Die natürliche Umgebung: Darin befinden sich die lebendigen Energien, mit denen wir uns über Saminchakuy und Saywachakuy verbinden. 2.) Die soziale Umgebung: Diese bezeichnet die Summe aller Verbindungen mit anderen Menschen, mit denen wir uns mit Hilfe von Jucha Mijui verbinden. 3.) Der innere Mensch: Alle spirituellen Traditionen inklusive der christlichen sprechen von einem „Inneren Menschen“, jemandem, mit dem wir einen inneren Dialog führen. Um uns mit dem „Inneren Menschen“ zu verbinden, nutzen wir die Techniken der linken Seite dieses Pfades. 

Radio hören "Inka Style"

Wir können uns auch als sehr feines, energetisches System sehen. Mit Hilfe der oben genannten Übungen lernen wir, uns auf die Frequenzen  einzuschwingen, die von diesen drei Umgebungen ausgehen. Man kann dies mit Radio hören vergleichen: Je genauer wir den Sender einstellen, umso klarer hören wir das Programm. Treffen wir die Frequenz dabei nicht genau, wird das Programm von etwas Störendem überlagert.

Wenn wir uns mit den allgemeinen Bewegungen der Realität harmonisieren, wenn wir uns im Rhythmus des „Fluss des Lebens“ bewegen, können wir alles Gute in diesem Leben erreichen – wirklich alles. Dabei geht es weniger darum, woran wir glauben – im Gegentei, dies ist überhaupt nicht wichtig – sondern nur um das, was wir tun. Deshalb wird die Weisheitslehre der Anden auch als „Spirituelle Kunst“ bezeichnet, für die Handlungen und Wahrnehmungen wichtiger sind als innere Überzeugungen.

Spirituelle Kunst der Anden

Je mehr wir üben, umso besser schwingen wir uns ein, fließen wir – umso mehr nehmen wir wahr und umso erfolgreicher werden wir, unsere Wünsche und Träume zu realisieren. Die andine Tradition ist keine moralische Tradition: Jeder darf sich wünschen, was er möchte: Wohlstand, Gesundheit, eine schöne Beziehung, berufliche Karriere, oder Weltfrieden. Oder auch alles zusammen.

Die Tradition bietet jedenfalls alle Tools, die benötigt werden, um diese ganz persönlichen Wünsche und Träume zu realisieren. 

 

(Quelle: Juan Núñez del Prado und Hans-Martin Beck während des Workshops "Inka-Pfade 3" 2014)