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Schamanismus und die Inka-Tradition

19.05.2014

Vor vielen Jahrhunderten waren Schamanen wichtige Mitglieder ihrer Gemeinschaft. Sie fanden über einen Zustand von Trance oder Ekstase, den sie durch Trommeln, Gesang oder Tanz herbeiführten, Antworten auf wichtige Fragen und lösten die Ursachen von Problemen. Eine Schamanismus Ausbildung setzte oftmals die Berufung eines Menschen zum Schamanen voraus, es folgte anschließend die Ausbildung bei einem anderen Schamanen. Aufgrund ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten fungierten Schamanen in ihren Stämmen als Heiler, Beschützer, Ratgeber und Vermittler zwischen der realen Welt und der sogenannten „Anderswelt“.

Schamanismus Ausbildung und die Inka-Tradition

Schamanen sind allerdings kein Relikt aus einer alten Zeit, sondern bis heute ein lebendiger und wichtiger Teil unserer Gesellschaft. Sie sehen Krankheiten nicht als rein körperliche Probleme, sondern aus einer ganzheitlichen, holistischen Sicht.

Die spirituelle Tradition der Inkas wird häufig mit dem Schamanismus gleichgesetzt, vermutlich, weil die Verhaltensweisen der Praktizierenden dieser spirituellen Kunst (genannt Paqos) in vielen Punkten mit denen der Schamanen übereinstimmen. Gleichzeitig gibt es aber auch einige wesentliche Unterschiede, weshalb der Begriff Inka-Religion oder Inka-Tradition sehr viel passender erscheint. Inka-Schamanismus dagegen ist eine irreführende Bezeichnung.

Ausbildung in Energiearbeit

Es gibt drei wesentliche Merkmale, die die Arbeit im Schamanismus von der Arbeit der Inka-Tradition unterscheiden:

1) Bewusstseinszustand

Ein Schamane versucht, mit Hilfe von Rasseln, Trommeln, Gesängen oder Substanzen in einen anderen Bewusstseinszustand zu gelangen und in Kontakt mit seinen Krafttieren zu treten, die ihm helfen, die Ursache von Problemen zu erkennen und diese zu lösen.

Der Praktizierende der Inka-Religion bleibt immer in Kontakt mit dieser Welt sowie mit Mutter Natur, seinen Ahnen und Lehrern. Sein Ziel ist es, die Realität so zu sehen, wie die Realität wirklich ist.

2) Helfer

Der Schamane arbeitet mit Krafttieren, die sich ihm im Laufe seiner Ausbildung zeigen und die ihm auf unterschiedlichste Art und Weise Antworten auf seine Fragen geben. Ein Paqo hingegen sucht sich seine 8 Helfer ganz bewusst aus und lernt von diesen, indem er sich mit Hilfe von einfachen Übungen immer wieder mit ihnen verbindet und so ihre Eigenschaften zu eigen macht.

3) Spirituelle Versorgung

Ein Schamane war für die körperliche, geistige und seelische Gesundheit seines Stammes zuständig. Diese Gemeinschaft umfasste bis zu 400 Menschen, selten verfügte sie über mehr als einen Schamanen gleichzeitig. Die Wissensvermittlung erfolgte von einem Schamanen zum nächsten, indem der/die Ältere den/die Jüngere(n) ausbildete und seine/ihre Erfahrung weitergab.

Das Inka-Reich zählte zu seiner Hochzeit Mitte des 16. Jahrhunderts mehr als 16 Millionen Menschen, seine Größe übertraf sogar das Römische Reich. Die schamanische Methode zur Wissensvermittlung hätte nicht genügt, um dieses Reich spirituell zu unterfüttern. Es war notwendig, Wissen systematisch weiterzugeben, Hierarchien zu bilden, Übergangsriten von einer Hierarchiestufe zur nächsten zu bilden und klare Kennzeichen für die jeweiligen Hierarchiestufen zu definieren.

Eine vergleichbare Struktur kennen wir aus Religionen wie der christlichen Lehre, dem Buddhismus, dem Judentum, dem Hinduismus, der islamischen Lehre und vielen anderen großen Traditionen. Die Praktizierenden der Inka-Tradition könnte man daher auch als "Priester" und die Inka-Tradition als "Religion" bezeichnen.

Gemeinsamkeiten von Schamanismus und Inka-Tradition

Neben diesen wesentlichen Unterschieden gibt es aber auch eine Reihe von Gemeinsamkeiten, die den  Schamanismus und die Tradition der Anden miteinander verbinden.

Beide definieren den Kosmos als ein Gebilde, das aus Energie besteht – und wenn man diese Energie bewegt, verändert oder lenkt, kann Heilung entstehen. Schamanen wie auch Paqos sind also auch Heiler.

Beide Traditionen nutzen Räucherwerk (in den Anden vornehmlich Palo Santo, ein wohlriechendes, harzhaltiges Holz) und beide nutzen bei ihren Heilzeremonien Hilfsmittel. In den Anden wird der verwendete Medizinbeutel misha bzw. mesa genannt.

Auch heute noch wird die Inka-Religion von vielen Menschen praktiziert, die sich darüber freuen, dass diese sich sehr einfach in den eigenen Alltag integrieren lässt und sich auch mit anderen Traditionen ohne Probleme kombinieren lässt. Die Inka-Tradition ist sehr offen, aufgeschlossen und praxisorientiert und strebt danach, Disharmonien wieder zu harmonisieren. Wenn Sie eine Ausbildung bei Inka World durchlaufen, lernen Sie, auf ganz natürliche Weise Harmonie und Leichtigkeit in Ihr Leben zu bringen.

Über die Inka-Religion

Laut der Tradition der Inkas besteht das gesamte Universum aus lebendiger Energie. Das bedeutet, dass nicht nur Menschen, Tiere und Pflanzen aus lebendiger Energie bestehen, sondern auch Erde, Steine, Bäume oder die Luft. Diese Energie ist leicht, weil sie sich ständig im Fluss befindet. Mit Hilfe von leichter Energie können wir eine Verbindung zwischen uns und allen anderen Lebewesen wie auch der uns umgebenden Natur herstellen.

Innerliche Gemütslagen oder äußerliche Situationen, die wir als schwierig oder unschön empfinden (beispielsweise gereizte Stimmung, wütend sein, sich niedergeschlagen oder frustriert fühlen) verhindern, dass Energie leicht fließt – wir empfinden diese Energie als schwer. Allerdings sind wir Menschen in der Lage, schwere Energie in leichte zu transformieren. Der Fluss ist nicht länger blockiert, sondern kann frei fließen.

Mithilfe einer spirituellen Ausbildung bei Inka-World kann man lernen, schwere Energie in leichte zu verwandeln und wieder mehr Leichtigkeit und Harmonie im eigenen Leben zu erfahren. Blockaden können gelöst, Selbstvertrauen aufgebaut und die Selbstheilungskräfte aktiviert werden. Die erlernten Tools können einfach in den eigenen Alltag integriert werden.